16.01.

VfL Wolfsburg -RB Leipzig

15:30 | Volkswagen Arena, Wolfsburg

Die nächste Herausforderung! Die Roten Bullen gastieren am Samstagnachmittag (Anstoß: 15.30 Uhr) beim VfL Wolfsburg. Die Niedersachsen sind bislang noch ohne Niederlage im eigenen Stadion. RB Leipzig wird versuchen, das am kommenden Spieltag ändern. Ihr könnt auf www.bullenfunk.fm live dabei sein, Ronny Muhm und Sven Körbs übertragen ab 15.20 Uhr.

Julian Nagelsmann über ...

... die Aufbereitung der Niederlage gegen den BVB: "Natürlich war der größte Teil der Truppe nach der Niederlage angefressen. Wir wissen, dass wir gegen Spitzenteams zu selten gewinnen.

Das war anschließend wohl die härteste Besprechung in den vergangenen sechs Monaten - jetzt aber auch nicht weiter dramatisch. Ich habe klar gesagt, was wir besser machen müssen und wie ich mir unser Spiel vorstelle.

Wir haben gegen den BVB sehr starke 32 Minuten gespielt, in denen wir hätten in Führung gehen müssen, auch wenn wir nicht die Fülle an Chancen gehabt haben. Im Gegenzug ließen aber auch wir bis zur 35. Minute keinen Angriff der Dortmunder Offensive zu, die jetzt auch nicht so schlecht ist. Wir haben es in der zweiten Hälfte versäumt, die Dinge weiter so umzusetzen, wie wir sie in der ersten gemacht haben."

... unseren nächsten Gegner, den VfL Wolfsburg:

"Nach einer nicht ganz so einfachen Anfangsphase sind die Wolfsburger unglaublich stabil geworden. Trotz medialer Unruhen zu Beginn der Saison haben sie eine tolle Entwicklung hingelegt. Ein Zeichen dafür, dass dort ein toller Job gemacht wird.

Sie sind das Team mit den meisten intensiven Läufen sowie Sprints, bringen eine gute Körperlichkeit rein, haben zudem ein sehr variables Pressing und einige Einzelspieler mit sehr guter Qualität. Ihre Abläufe in der Defensivarbeit sind klar, sie lassen nur sehr wenige Konter zu und zeigen nach Ballverlust ein aggressives Gegenpressing.

Trainer Oliver Glasner sagte, sein Team hätte in den vergangenen Monaten eine tolle Geschlossenheit gefunden - und das sieht man auch auf dem Feld.

Die Wolfsburger spielen immer auf Sieg, das werden sie auch gegen uns tun. Aber nicht nur Oliver Glasner ist ein Trainer, der immer gewinnen will - sondern ich ebenso und so wird das Spiel auch laufen."

... über die Bedeutung der kommenden Duelle:

"Ob die Bayern aktuell schwächeln oder nicht, hat auf uns keine Auswirkungen. Gerade nach der Niederlage gegen den BVB wollen wir die Distanz auf die anderen Teams weiter halten und unseren aktuell sehr guten Tabellenplatz halten - das geht nur mit einem Sieg!"

... die aktuelle Torausbeute:

"Grundsätzlich sollte man seinen Spielern Vertrauen schenken und mit ihnen zusammen weiter hart arbeiten. Wir haben nicht umsonst im Sommer zwei Stürmer geholt - wir sehen was in ihnen.

Für Alexander Sörloth war das Tor gegen Borussia Dortmund enorm wichtig, auch um Fuß zu fassen. Er hat sehr viel Potenzial: ist ein dynamischer, schneller, kopfballstarker Stürmer mit einem unglaublichen Torriecher. Alex ist nur noch nicht so drin bei uns, da müssen sowohl Spieler als auch Trainer einfach ein stückweit Geduld aufbringen.

Es ist jetzt aber auch nicht so, dass unsere Stürmer reihenweise Großchancen verballern - diese werden eher von den Mittelfeldspielern in der zweiten Reihe vergeben. Wir werden weiter daran arbeiten, mehr Tore zu schießen."

... das offensive Powerduo Nkunku und Kluivert:

"Christo hat vergangene Saison eine außergewöhnlich gute Hinrunde gespielt, war in der Rückrunde dann allerdings nicht mehr ganz so stabil – das hat sich dieses Jahr deutlich gebessert. Zusammen mit Justin Kluivert bringt er viel Dynamik ins vordere Drittel. Die beiden haben einfach andere Stärken als unsere weiteren Offensivkräfte, sie machen uns für den Gegner sehr gefährlich.

Aufgrund von Verletzungen mussten wir längere Zeit auf sie verzichten, sie sind körperlich noch nicht wieder bei hundert Prozent, machen aber einen guten Eindruck. Für einen Startelf-Einsatz gegen Wolfsburg wird es wohl noch nicht reichen."

+++ Personal-Update +++

Kevin Kampl hat wieder mit der Mannschaft trainiert, er hat keine großen Probleme mehr.

Auch Christopher Nkunku ist wieder ins Teamtraining eingestiegen. Er hat in dieser Woche gut mitmachen können.

Gleiches gilt für Justin Kluivert, der in den bisherigen Einheiten einen sehr guten Eindruck gemacht hat.

Marcel Sabitzer ist nach wie vor für das Duell am Samstag gegen den VfL fraglich. Es besteht zwar kein muskuläres Problem bei ihm, ein Nerv in der Leistengegend macht jedoch zu. Es wird von Tag zu Tag besser, bei hundert Prozent ist er allerdings noch nicht. Das Abschlusstraining am Freitag wird ausschlaggebend dafür sein, ob er mit nach Wolfsburg fährt.

Ibrahima Konaté trainiert weiter individuell und macht sehr gute Fortschritte. Er spürt aktuell noch Schmerzen, der Trainer rechnet mit einer Rückkehr in ein bis zwei Wochen.

Dominik Szoboszlai absolviert aufgrund seiner Adduktorenprobleme ein Reha- und Trainingsprogramm in Thalgau (Österreich) und wird vor Februar nicht zur Verfügung stehen.